Eigener Heimserver mit dem Banana Pi

Nach einigen Komplikationen ist er jetzt endlich da – der Banana Pi.

Banana Pi Interfaces

Der Banana Pi ist, wie der Raspberry Pi, ein Open Source Einplatinen-Computer, allerdings hat er wesentlich mehr Dampf unter der Haube. Wie beim Cubieboard ist sein Prozessor ein ARM Cortex-A7 mit zwei Kernen in einem Allwinner A20. Außerdem hat er mit 1GB doppelt so viel Arbeitsspeicher wie der Raspberry Pi oder der Beaglebone Black.
Die genauen Spezifikationen kann man in diesem Wikipedia-Eintrag oder auf der Hersteller-Seite nachlesen.
Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Cubieboard/-truck ist die SATA-Schnittstelle, die es erlaubt, Festplatten bis 2 Terrabyte Größe an das Board anzuschließen.

Die Banane hat also alles, um meinen Beaglebone als meinen kleinen Heimserver abzulösen. Der hat seine Sache zwar wirklich phantastisch gemacht, aber er stößt doch langsam an seine Grenzen: Web-Server für mehrere WordPress-Seiten, Cloud-Server, IMAP-Server .. war dann doch irgendwann zuviel.

Nach und nach werden hier Anleitungen veröffentlicht, wie man auf dem Banana Pi

  1. das Betriebssystem Bananian einrichtet
  2. Einen Webserver einrichtet – auch wenn man keine eigenen Webseiten betreiben möchte, braucht man für verschiedene Dienste einen Webserver
  3. Eine private Cloud einrichtet mit CalDAV und CardDAV für Termine und Kontakt-Daten und WebDAV für Dateien.
  4. Einen Mailserver einrichtet (IMAP), damit die eigenen Mails nicht irgendwo liegen, sondern auf dem eigenen Server und um seine diversen Postfächer an einem Ort synchron zu halten
  5. Einen FTP-Server einrichtet
  6. Den Server im Internet schützt

Also jetzt den Banana Pi einrichten
Installation und erste Schritte

Um ausreichend Platz auf seinem Server zu haben, eine Festplatte anschließen
Bananian von Festplatte booten

Egal, ob man auf dem Banana Pi Owncloud, Baikal oder WordPress installieren möchte – einen Webserver, MySQL und PHP5 braucht man. Daher ..
Nginx, MySQL und PHP5 installieren

Für die private Cloud gibt es 2 Möglichkeiten.. Siehe dazu diesen Beitrag Owncloud-Alternative mit Seafile und Baikal

Ich persönlich bevorzuge die Seafile/Baikal-Alternative, da ich diese seit Monaten auf meinem Beaglebone im Einsatz habe und es nie irgendwelche Probleme gab. Außerdem laufen beide Dienste sehr ressourcenschonend und stabil. Ich werde hier aber die getestete Anleitung für beide Installationen vorstellen. Schon allein, weil ich wissen möchte, wie OwnCloud auf der Banane läuft.

Hier also erstmal die Anleitung für Owncloud: OwnCloud mit Nginx und SSL einrichten

Hier die Anleitungen für die Seafile/Baikal-Alternative:
Zuerst Baikal einrichten für Termine und Kontakte/Adressen (CalDAV, CardDAV):
Baikal mit Nginx und SSL einrichten

Jetzt Seafile einrichten als Cloudlösung für Dateien:
Seafile mit Https, NginX und MySQL

Als nächsten Schritt wird ein IMAP-Server eingerichtet, damit man seine Mails zentral sortieren und ablegen kann. Das wird in diesem Artikel beschrieben: IMAP-Server mit Dovecot und Getmail

Der schönste Server nützt einem aber überhaupt nichts, wenn man ihn im Internet nicht finden kann. Damit man also auch von unterwegs auf seine Mails und seine Cloud zugreifen kann, muss man sich bei einem DynDNS-Dienst anmelden. Im Prinzip ist das nichts anderes, als ein Telefonbuch, bei dem sich mindestens einmal am Tag die Nummern ändern – man kann dann aber unter dem entsprechenden Namen nachsehen, wie jetzt die neue Nummer ist.
Einer dieser Anbieter ist die Securepoint AG. Und weil die keinen eigenen Update-Client haben, hab ich dafür einen geschrieben. Wie man das einrichtet steht in diesem Artikel DynDNS Update-Client

Wer möchte, kann auf seinen Heimserver noch einen FTP-Server einrichten. Damit lassen sich auf dem Server bequem Dateien bearbeiten oder hin und her kopieren. Eine Anleitung dazu ist in diesem Artikel: FTP-Server einrichten

Jetzt wird noch dafür gesorgt, dass der Server noch E-Mails versenden kann.
Postfix installieren und einrichten

Jetzt müssen wir noch dafür sorgen, dass der Heimserver im Netz geschützt wird. Ein großartiges Tool dafür ist Fail2Ban. Was das ist, wie man es einrichtet und konfiguriert, steht in dem Artikel Server schützen mit Fail2Ban

4 Gedanken zu “Eigener Heimserver mit dem Banana Pi

  1. Hey there,

    I tried to follow your tutorials and first set up seafile, which seems to work. After that I tried to get baikal working but I seem to get conflicts in my nginx/sites-available/default configuration (I put the seafile stuff in there, too).
    https://mydomain.com/baikal gives me 404.

    Could you maybe send me the important parts of your configuration to see, what I’m doing wrong?

  2. Pingback: Homepage

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